FAQ - gut zu wissen:

Wie ist die MoNa organisiert?
Was muss ich als Elternteil wissen?
Die MoNa hat den ehrenamtlich tätigen Verein Montessori- & Natur e.V. als Träger. Eine Mitgliedschaft im Verein ist für alle MoNa Familien verbindlich, um über die aktuellen Themen informiert zu sein und deren Auswirkungen auf den Schulalltag zu erfassen. Ohne Verein hätten wir keine Schule.
Der gewählte Vorstand trifft alle wichtigen Entscheidungen bezüglich der Schule in Abstimmung mit dem pädagogischen Team.
Da Schulen in privater Trägerschaft in Baden-Württemberg in den ersten drei Jahren ihres Bestehens keine Zuschüsse von Seiten des Landes erhalten, ist die Finanzierung über Bürgschaften, Stiftungsanträge und Spenden erfolgt. Die erhaltenen Gelder müssen jedoch teilweise wieder zurückgezahlt werden, weshalb die Finanzlage meist knapp ist und alle Verantwortlichen mit viel ehrenamtlichen Engagement arbeiten. Aus diesem Grund ist ein über das normale Maß an Engagement herausgehende Einsatz der MoNa Familien erforderlich.
Wir erwarten, dass sich MoNa Familien ausgiebig mit unserem Konzept auseinandergesetzt haben und die Entscheidung für die MoNa bewusst treffen und hinter den Grundgedanken der Schule stehen. Zusätzlich müssen jährlich 30 Arbeitsstunden erbracht werden, um die Schule sauber und Instand zu halten, sowie weitere Gelder durch z.B. Märkte zu erwirtschaften.
Die regelmäßige Teilnahme an Schulveranstaltungen und Klassenpflegschaftssitzungen wird erwartet.
Besonders wichtig ist uns der offene und vertrauensvolle Umgang miteinander. Bei Problemen nehmen wir frühzeitig gegenseitig Kontakt auf.

Welche Kosten kommen auf uns zu?
Der Verein Montessori & Natur e.V. erhebt für die Erziehung und Unterrichtung eines Kindes in der von ihm unterhaltenen Schule Freie Montessori- & Naturschule Winnenden ein Schulgeld.
Höhe des Schulgeldes
Das monatliche Schulgeld beträgt pro Kind 250€ (entspricht € 3000 pro Schuljahr).
Familienermäßigung
Besuchen mehrere Kinder aus einem Haushalt zeitgleich die MoNa, beträgt die monatliche Schulgebühr für das erste Kind 250€, für das zweite Kind 150€ und für das dritte und weitere Kind(er) 75€.
Ermäßigung des Schulgeldes für Familien mit geringem Einkommen
Der Verein gewährt auf Antrag des/ der Zahlungspflichtigen die Ermäßigung des Schulgeldes auf 5% der Haushaltsnettoeinkommens. (siehe Punkt 5)
Befreiung
Eine vollständige Befreiung von der Pflicht zur Zahlung des Schulgeldes, auch vom Grundbetrag, kann in begrenzter Zahl in Einzelfällen auf Antrag gewährt werden, wenn die Vereinskasse es ermöglicht. (weitere Infos siehe Gebührenordnung)
Materialgeld
Zusätzlich zum monatlichen Schulgeld wird ein monatlich zu zahlendes Materialgeld in Höhe von 25€ erhoben. Dieses deckt die Kosten für Hefte, Ordner, Verbrauchsmaterial, Bastelmaterialien, Ausflüge, etc.
Aufnahmegebühr
Die Aufnahmegebühr beträgt pro Kind jeweils zwei Monatsbeiträge des Schulgeldes. Diese ist in Absprache mit dem Schulträger auf dessen Konto (Empfänger Montessori & Natur e.V., IBAN DE 38 6025 0010 0015 1884 12) mit Vertragsabschluss zu überweisen. Betreff: Name des Kindes & „Aufnahmegebühr“.
Vereinsmitgliedschaft
Mit Abschluss eines Schulvertrages ist eine Mitgliedschaft im Trägerverein der Schule Montessori & Natur e.V. verbindlich. Betrag und Turnus sind frei wählbar.
Schwimmkurs
Wir bieten in regelmäßigen Abständen (meist im Herbst) einen Schwimmkurs an. Hierfür unterstützt uns die Stadt Winnenden mit den Kosten für Bahnmiete und Eintritt ins Wunnebad, allerdings werden die Kosten der externen Schwimmmeisterin, die den Schwimmkurs leitet, auf die Eltern in Form einer Schwimmkursgebühr umgelegt.

Wie melde ich mein Kind an?
Für einen späteren Schulvertrag ist für uns eine längere Kennenlernphase wichtig, damit beide Seiten herausfinden können, ob es passt.
Der erste Schritt ist eine Interessensbekundung auszufüllen, diese bekommt ihr auf Anfrage per Mail von uns geschickt. Wir pflegen eure Daten dann in unsere Verteiler ein und laden euch zu unseren Veranstaltungen ein.
Im Schuljahr bevor euer Kind Erstklasskind wird, startet unser Aufnahmeverfahren. Die Teilnahme daran ist verpflichtend. Wir veranstalten Infoabende, einen Kindernachmittag und wenn es so weit passt, könnt ihr gemeinsam mit eurem Kind bei uns während der Schulzeit hospitieren. Wenn beide Seiten weiter interessiert sind, machen wir den Vertrag. Ab dann kann euer Kind immer wieder bei uns am Unterricht und bei Veranstaltungen teilnehmen, so dass der erste Schultag in einer bereits bekannten Umgebung stattfinden kann.

Lernen die Kinder in der MoNa genug?
Wir orientieren uns am aktuellen Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg, dies haben wir in unserem vom Regierungs- und Kultusministerium genehmigten ausführlichen pädagogischen Konzeptes dargelegt. Anders als an öffentlichen Schulen werden die Lernprozesse an der MoNa jedoch nicht in Fächer unterteilt, da dies dem ganzheitlichen und verknüpfenden Lernen entgegensteht. Begründet ist diese Freiheit im Privatschulgesetz §5.2
„Abweichungen in der inneren und äußeren Gestaltung der Schule, in der Lehr- und Erziehungsmethode sowie im Lehrstoff stehen der Genehmigung nicht entgegen, sofern die Schule gegenüber den entsprechenden öffentlichen Schulen als gleichwertig betrachtet werden kann.“
Diese Gleichwertigkeit ist dadurch gegeben, dass wir die Lernziele der Bildungsstandards erreichen - selbstverständlich jedes Kind auf seiner Niveaustufe, wie an den öffentlichen Schulen auch. Ein Wechsel auf andere Schulen – sowohl während des Schuljahres als auch nach Abschluss – ist problemlos möglich, dies haben viele Alternativschulen in jahrzehntelanger Erfahrung bewiesen.
Darüberhinaus bietet die MoNa lebenspraktisches Lernen, Montessori- und Naturpädagogik, sowie Englisch ab Klasse 1, Philosophie und Ethik, sowie Friedenserziheung unterrichtet von Lernbegleiterinnen mit zweitem Staatsexamen und jahrelanger Erfahrung an öffentlichen Schulen, sowie im jahrgangsgemischten Lernen und zusätzlichen Weiterbildungen.
Der Bildungsplan ist spiralcurricular aufgebaut, d.h. er baut auf den Vorerfahrungen der Kinder auf und wiederholt verschiedene Themengebiete immer wieder in mehr Details. Genau dies ist Kern unserer Pädagogik. Voraussetzung für die Arbeit mit den Kindern sind für uns deshalb Diagnosen, die beispielsweise anhand selbst geschriebener Wörter oder Texte, oder auch Überprüfungsbögen durchgeführt und ausgewertet werden. So stellen wir sicher, dass das Kind und das Material zueinander passen.
An der MoNa ist es für uns elementar, dass die Kinder die Möglichkeit haben, sich auszuprobieren. Fehler gehören zur Lernentwicklung dazu und können ein Fenster in die Sichtweise des Kindes sein. Wir finden es wichtig, eine positive Fehlerkultur zu leben, die Fehler jedoch nicht in den Fokus zu stellen. Ein Beispiel hierfür, kann ein auf Rechtschreibung korrigierter Text eines Kindes sein. Wenn ein Text veröffentlicht werden soll, zum Beispiel für ein Plakat, das später im Lernraum hängt, soll dieser orthografisch richtig geschrieben sein. Das Kind gibt dem Lehrer hierfür seinen Text. Natürlich ist es möglich, die falschen Wörter zu unterstreichen und die Fehlerzahl darunter zu schreiben. Wir hingegen möchten mit dem Kind in den Dialog treten. Wir schreiben: „Von … Wörtern hast du bereits … Wörter richtig geschrieben. Schau dir folgende Wörter nochmals an und überprüfe die Schreibweise. Wir haben folgende Tipps für dich: …“ Hier würde ein Verweis auf besondere Rechtschreibphänomene folgen, oder auf ein Wörterbuch verwiesen werden.

Wie wird der Lernstand der Kinder ermittelt?
Die Frage, wie wir die Ziele der Bildungsstandards erreichen möchten, setzt voraus, dass wir uns darüber Gedanken machen, wie wir dies messen wollen. An öffentlichen Schulen geschieht dies zumeist durch Tests, die eine Lehrkraft oder mehrere Lehrkräfte gemeinsam entwerfen. Diese Tests sind naturgemäß sehr individuell. Sie hängen von vielen Faktoren ab, wie Erfahrung der Lehrkraft, ihrer Art sich auszudrücken, die Gewichtung der Aufgaben, aber auch ihr Befinden, ihre Beurteilung der Wichtigsten Punkte des vermittelten Stoffes etc. Diese Tests und die daraus resultierenden Noten sind also nicht objektiv vergleichbar. Viele Kompetenzen lassen sich durch Tests aber auch schlichtweg gar nicht erfassen und brauchen ein anderes Medium.
In den Bildungsstandards wird vom Erreichen der Kompetenzen auf unterschiedlichen Niveaus gesprochen. Sowohl an öffentlichen Schulen, wie auch an der MoNa, muss also klar sein, dass nicht alle Kinder jedes Niveau zum gleichen Zeitpunkt, vielleicht auch jemals, erreichen können. Um die Leistungen der Kinder zu dokumentieren, arbeiten wir mit unterschiedlichen Methoden, um ein ganzheitliches Bild zu erzielen: „Checks“ – ähnlich den Tests an öffentlichen Schulen, kleinen und großen Präsentationen, Dokumentationen anhand von Leporellos, Lerngesprächen und Beobachtungen.
Analog hierzu wird in den anderen Bereichen verfahren. In Mathematik können zum Abschluss von Lernbereichen, beispielsweise dem Verfahren der schriftlichen Addition, kleine Checks von den Kindern geschrieben werden. Diese werden jedoch nicht benotet, sondern die Kinder bekommen eine individuelle Rückmeldung mit passenden, wiederholenden Übungen am Material. So können wir überprüfen, auf welchem Niveau die Lernziele erreicht wurden.

Wie geht es weiter nach Klasse 4?
Für uns gelten die aktuell gültigen Vorschriften für genehmigte Privatschulen in Baden-Württemberg. Diese unterliegen, ebenso wie die Bildungspläne immer wieder Änderungen, an welche wir gebunden sind.
Unsere ersten Abschlusskinder aus dem Jahr 25/26 sind nach aktuellem Stand gut in die Sekundarstufe gestartet. Wir begleiten in der vierten Klasse eng mit gemeinsamen Gesprächen und Beratungen, Übungsformaten und bieten auch die Möglichkeit, an Kompass 4 teilzunehmen.
Aktuell (SJ 26/27) ist es so, dass Kinder der MoNa von uns keine Grundschulempfehlung ausgesprochen bekommen (stattdessen rechtlich nicht bindend aber Beratungsgespräche), diese ist einer von drei Teilen, welche zum Übertritt an das Gymnasium nötig wäre. Die weiteren Teile sind Elternwunsch und erfolgreiche Teilnahme an Kompass 4 oder alternativ erfolgreiche Teilnahme am Potenzialtest. Zwei der drei Punkte müssen erfüllt sein.
Den Kindern stehen trotzdem alle Schularten der weiterführenden öffentlichen Schulen offen. Für den Weg des Gymnasiums ist zusätzlich eine erfolgreiche Teilnahme an Kompass 4, plus der Elternwunsch notwendig. Sollte Kompass 4 nicht erfolgreich gewesen sein, können die Kinder zudem am Potenzialtest teilnehmen.
Für alle weiteren Schularten ist dies nicht nötig, kann aber gefragt werden, wenn eine Spezialklasse bspw. an einer Realschule wie MINT-Zug, bilingual,... angestrebt wird. Hier empfehlen wir die Teilnahme an Kompass 4.

Kann ich bei euch hospitieren?
Aufgrund des großen Interesses bieten wir Hospitationen aktuell nur im Rahmen des Aufnahmeverfahrens oder bei Erwerb eines Montessori-Diploms an.
Schreibt uns bei Interesse gerne eine Mail.

Wie kann ich die MoNa unterstützen?
Wir freuen uns immer über neue Fördermitglieder für unseren Verein, aber auch über die Teilnahme an unseren Veranstaltungen oder auch über das Angebot von Expertise. Schreibt uns gerne eine Mail.
Da wir als Privatschule die ersten drei Jahre keine finanziellen Zuschüsse über das Land bekommen haben, zahlen wir aktuell unser Darlehnen wieder zurück und freuen uns immer über Spenden. Mehr Infos unter dem Abschnitt "Verein".

Gibt es Plätze für Quereinsteiger?
Wir haben aktuell nur wenig Kapazität für weitere Kinder und entscheiden immer im Einzelfall und nach der Beantwortung unseres ausführlichen Bogens, damit wir uns vorab ein Bild machen können und einschätzen können, wie euer Kind zur aktuellen Lerngruppe passt.
Schreibt uns eine E-Mail, wir schicken euch den Bogen dann zu.
Nach Durchsicht des Bogens nehmen wir mit euch Kontakt auf.
